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LANDKEKS

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BeitragThema: Texte   So Jul 03, 2016 1:45 am

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BeitragThema: Re: Texte   Mo März 27, 2017 8:41 am

Code:
Pers Welt war so viel fragiler, als ihm selbst bewusst gewesen war. Bis zu diesem unwirklichen Moment, in dem sein Bruder auf der Kante seines Fensterbretts kauerte und Lina diesen Anblick mit Kontext füllte, indem sie ihm flüsternd vom Eis erzählte, hatte er geglaubt, die Dinge im Griff zu haben. Dass sie von jetzt an alles besser machen könnten. Dass es einen Resetknopf in ihrer Geschichte gab, den sie nur betätigen müssten, um weiterzumachen. Dass er wusste, was er tat. Doch als er Neo nach diesen furchtbar langen Sekunden endlich in seine Arme zog und festhielt, wurde ihm nur klar, dass er überhaupt nichts wusste. Das Ausmaß der Katastrophe hatte gerade erst begonnen, sich zu zeigen. Doch für den Moment waren da nur sie drei, eine elementare Einheit ohne Brüche und Risse. Als Lina sich ebenfalls in die Umarmung schmiegte und er um beide Geschwister seine Arme legen konnte, gleichzeitig aber auch ihre auf seinem Rücken spürte, wusste er instinktiv, dass nichts zählte außer dieser Einheit. Und in dieser, ganz egal wie riesig die Katastrophe auch sein mochte, konnten sie alles schaffen.

Er glaubte Neo, wenn er sagte, dass er sie lieb hatte. Wer wäre er auch, ihn dafür zu verurteilen, dass er nicht mehr an seinem Leben hang? Per konnte nicht verurteilen, keinen von beiden. Doch der Gedanke dass sein Bruder bereit war, sein Leben zu beenden – jederzeit, unbemerkt, einfach so – eröffnete ihm eine neue Ebene der Hilflosigkeit, die selbst in der Umarmung, voller Zuversicht und Kraft, nur schwer zu ertragen war. Und diese überwältigende Hilflosigkeit löste etwas in ihm aus, von dem er wusste, worin es enden würde, wenn er nichts dagegen tat. Er schloss die Augen und versuchte sich auf etwas simples zu konzentrieren, um die Atemnot in Schach zu halten. Mit einer Panikattacke half er gerade keinem von ihnen weiter, ganz im Gegenteil. Vorsichtig strich er über die Schultern seiner Geschwister, zählte seine Atemzüge. Eins, zwei, drei. Alles war gut. Vier, fünf, sechs. Sie waren beide in Sicherheit, in diesem Moment, nur das zählte. Er wollte etwas sagen, die Worte seiner Schwester unterstützen, in die sie ihn so selbstverständlich mit einbezogen hatte. Vielleicht war es deshalb nicht so schlimm, dass er es nicht schaffte. Seine Lippen bebten zwar kurz, aber das Risiko, dass er sich mit ein paar Worten selbst über die Kante beförderte, war ihm zu hoch.

Als sich die Umarmung schließlich löste, geschah es ohne dass einer von ihnen es wirklich wollte. Pers Hand rutschte zuletzt von Neos Schulter, dann machte er einen halben Schritt zurück und versuchte die Konzentration auf seine Atmung aufrecht zu erhalten. Das war schwieriger, wenn er seinen Brustkorb nicht spürte – nicht so wie in der Umarmung. Aber es funktionierte, irgendwie. <i>Er</i> musste weiterhin funktionieren. Wenn er eine Aufgabe hatte, war das leichter, deshalb dämpfte Neos leise Erinnerung an seine Schmerzen die Panik tatsächlich ein wenig. Per hob den angespannten Blick vom Boden und musterte das Gesicht seines Bruders, das nach wie vor nur erahnen ließ, wie viel er noch unter der Kleidung versteckte. Er musste ins Krankenhaus, das war eigentlich keine Frage. Und das nun nicht mehr nur wegen der Blutergüsse. Aber es war völlig unnötig, dass er das vorschlug, Per wusste auch so bereits über die Reaktion der beiden Bescheid. Keine Hilfe, vor allem keine von außen. Kein Ärger, kein Streit, keine Polizei. Jedes Krankenhaus würde bei Neos Anblick die Polizei einschalten. Er drehte sich schließlich weg von ihnen, schloss die Augen, senkte den Kopf und presste seinen Daumen gegen die Stelle zwischen seinen Augenbrauen, als könnte ihm das irgendwie dabei helfen, eine Lösung aus dem Nichts heraus entstehen zu lassen. Schmerztabletten waren keine besonders gute. <elli>„Eigentlich müsste ich dich ins Krankenhaus fahren, alles andere wäre Wahnsinn.“</elli>

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BeitragThema: Re: Texte   Di Apr 04, 2017 8:28 am

Montag bin ich direkt morgens mit dem Zug gestartet und alles lief ausnahmsweise mal super. Mittags war ich zuhause, meine Mutter hat mich abgeholt und ich hab den Rest des Tages ganz gemütlich verbracht, bei Oma und Opa vorbeigeschaut und mit meinem Bruder geredet. Wenn mal Ruhe war, hab ich an meinem neuen Charakter gebastelt – ist mal echt super angenehm, in einem Forum ohne die ganzen altbekannten Gesichter zu sein und mit Menschen zu planen, die einen nicht kennen, aber wahnsinnig lieb sind :3

Dienstag hatte mein Vater frei und wir sind abends alle zusammen inklusive meiner Oma in ein afrikanisches Restaurant essen gegangen. Danach sind meine Mutter und Oma heimgefahren und ich bin mit meinem Vater und Bruder zum Escape Room spaziert. Uhh, ich war so gespannt! Anton hatte keine Lust, mein Vater war aufgeregt und ich auch xD Es ging schon gut los, wir wurden mit Handschellen an ein Gitter gekettet und saßen erstmal allein im Dunkeln, nur der Bildschirm mit dem Countdown hat ein bisschen Licht gespendet. Bis wir uns da befreit hatten, vergingen echt sehr viele wertvolle Minuten. Insgesamt war der Raum vierteilig, anfangs wusste man aber nur von zwei Teilen. Wir mussten mit vielen Geräten arbeiten, unter anderem einem Infrarotgerät, einem ferngesteuerten Auto, Polarisationsbrillen, einem Endoskop und und und, es gab insgesamt gut 15 Schlösser zu knacken und am Ende haben wir es nur ganz haarscharf nicht geschafft. Wir standen schon vor dem letzten Kästchen, hatten die richtigen Zahlen zur Hand, aber die Zeit war abgelaufen, ehe wir sie eingeben konnten. Ärgerlich, aber irgendwie auch nicht, weil es solchen Spaß gemacht hat. Und auch Anton war begeistert Very Happy wir konnten alle unseren Teil zur Lösung beitragen, das fühlte sich einfach richtig gut an. Und ich würde es total gern nochmal machen <3

Mittwoch war ich mit meinen Eltern auf einer Burg … Burg Kriebstein. Das war etwas kurzweilig, aber ganz nett und die Burg sah echt schick aus. Danach sind mein Vater, meine Oma und ich schwimmen gegangen und beide waren so angetan davon, dass sie das jetzt wieder öfter machen wollen ^.^ ich motiviere alle Leute zum schwimmen xD
Donnerstag folgte der Besuch bei meinen anderen Großeltern, den anstrengenden. Ich mag sie, klar, aber ihre politischen Ansichten und Macken werden echt immer schwerer zu ertragen. Meine Oma hab ich dann irgendwann wirklich hart und eindeutig mitten im Satz unterbrochen und ihr gesagt, dass ich das nicht hören möchte, kann und werde. Nicht dass sie das aufgehalten hätte, aber mein Opa hat dann versucht, das Thema zu wechseln und irgendwann ging es auch wieder. Danach saßen meine Eltern und ich erstmal im Auto und haben uns aufgeregt ^^'
Wir drei haben den Abend dann schön bei Wein und zwei Runden Bohnanza ausklingen lassen und ich war nach einem größeren Glas schon total angetrunken, urgh Very Happy die Nacht war dann wegen des Großbrandes im Nachbardorf auch recht kurz und 7 Uhr war ich hellwach, weil ich das htgawm Finale nicht aus dem Kopf bekam x.x also hab ich mich in meine Decken gekuschelt, Kopfhörer eingestöpselt und ein wirklich gutes, emotionales, mitreißendes Finale geguckt, nach dem ich echt erleichtert zurückblieb. Sie haben die Charaktere nicht verhunzt und es gab ganz viel Drama mit halbwegs positivem Ausgang :'D

Ab hier muss ich aus dem Gedächtnis schreiben, mist xD
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BeitragThema: Re: Texte   Do Apr 06, 2017 5:44 am

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Er hatte sich schon gedacht dass sein Bruder ablehnen würde, aber er hatte mit einer weniger naheliegenden Begründung gerechnet. Auch wenn Neo Lina wohl kaum beschützen konnte, verstand Per den Zusammenhalt der beiden inzwischen besser. Das war eine Einheit, die ohne sein Zutun existierte und in Gefahr geriet, wenn sie getrennt wurde. Auch wenn es zum Besten von beiden wäre, zu ihm zu ziehen, sah er seine Chancen darauf zerrinnen. Er nickte beherrscht. In ihm wühlte immer noch eine Mischung aus Wut und Panik alles auf, hielt ihm wieder und wieder vor Augen, wie hilflos er war. Hilflos, unfähig und enttäuschend. Aber das stimmte nicht ganz. Noch konnte er etwas tun. Er konnte das Beste daraus machen, das in ihrem Fall … gerade gut genug war.
Während Neos Nervosität bei Pers Frage sichtlich stieg, wurde er ruhiger, wie ein Gegenpol. Er hielt in seinen Bewegungen inne, strich seinem Bruder mit den Fingerspitzen beruhigend über die Schulter – was merkwürdig gewirkt hätte, wenn da nicht all die blauen Flecken gewesen wären, die eine vollständige Berührung unmöglich machten – und wartete darauf, dass er ihn ansah. <elli>„Etwas, das verhindert, dass er das hier jemals wieder tut.“</elli> Er wusste nicht, was das sein würde, aber in diesem Fall vertraute er seiner Intuition. Bestärkt von Linas wütenden Worten, nur der Alkohol wäre an all dem Schuld, glaubte er tatsächlich daran, dass er das schaffen konnte. Und er war wütend genug, um es ohne Angst anzugehen. Der Anblick von Neos Körper hatte die Wut in ihm festgesetzt und nachhaltig gemacht, wie ein Feuer das zu glimmender Kohle niedergebrannt war. Jederzeit wieder richtig entflammbar, glühend heiß, wenn man es anfasste, aber weniger gefräßig und unheimlich genügsam.

Angespannt beobachtet er schließlich, wie Neo ihm die Salbe abnahm und mit zitternden Händen versuchte, die geschwollenen Stellen in seinem Gesicht zu versorgen. Dass das nicht so funktionierte, wie Per gehofft hatte, sah man recht schnell. Sein Bruder berührte seine eigene Haut kaum


 
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